Über mich
Ich bin Jahrgang 1957 (fühle mich aber eher wie 1967 J) und wurde in der schönen Stadt Leipzig geboren. Aufgewachsen bin ich im nahegelegenen Eilenburg. Der Unwissende wird jetzt vermuten, dass ich den Sachsen an sich verkörpere, aber da meine Eltern aus Schlesien zugewandert waren, hatte die sächsische Sprache zu keiner Zeit eine Chance, in unserem Sprachgebrauch Einzug zu halten.
Schon als Kind habe ich mich sehr für die deutsche Sprache interessiert – ich las sehr viel (tue es natürlich heute noch), nahm Sprachunterricht und trat häufig mit Rezitationen oder als Sprecher bei Veranstaltungen auf. Eigentlich wollte ich meinen Beruf auch in eine Richtung lenken, die diesen Interessen entsprach, daraus wurde aber leider nichts. Die Hürden für eine Schauspielausbildung oder ein Studium der Theaterwissenschaften waren in der DDR zu schwierig zu nehmen. So blieb mir ein Studium an der Pädagogischen Hochschule mit dem Hauptfach Deutsch. Gern hätte ich es mit Musik kombiniert – das Singen war eine andere Leidenschaft von mir – aber da ich leider nur Gitarre, und nicht wie gefordert Klavier, spielen konnte, blieb mir auch dieser Weg verschlossen.
Nach dem 4-jährigen Studium in Magdeburg wurde ich nach Senftenberg in das heutige Land Brandenburg geschickt, um hier als Lehrerin an einer polytechnischen Oberschule in den Klassen 5–10 zu arbeiten.
Der Einstieg in's Berufsleben war anfangs recht schwierig, aber nach dem ersten halben Jahr fand ich mich doch ganz gut zurecht und war 10 Jahre gern Lehrerin. Nur die Stadt – mit der konnte ich mich sehr lange nicht anfreunden, da sie als Braunkohlerevier so gar nicht meinen Vorstellungen von Sich-Wohlfühlen entsprach.
Heute, 24 Jahre später, hat sich sehr viel verändert und mein Drang, auf jeden Fall noch einmal umzuziehen, hat sich gelegt. Senftenberg ist heute eine grüne, saubere Stadt an einem rundum sanierten See, die viele Sommergäste anzieht – ein Verdienst der politischen Wende 1989.
Seit dieser Zeit bin ich auch nicht mehr in der Schule zu finden. Ich habe noch einmal etwas ganz Neues angefangen und mein Interesse in die Richtung gelenkt, benachteiligten, behinderten und älteren Menschen in unserer Gesellschaft meine Hilfe über einen Verein zukommen zu lassen. Auch das war eine sehr interessante Aufgabe, die mir viel Spaß bereitet hat und in der ich mein soziales Engagement „ausleben“ konnte – leider gehört aber dazu auch die richtige Arbeitsatmosphäre. Da ich mich in meiner nicht wohlfühlte und dies auf Dauer gesundheitsschädlich war, habe ich nach 10 Jahren meine Konsequenzen daraus gezogen.
Seitdem vermehre ich leider die Zahl der Arbeitslosen, aber ich habe noch nicht resigniert und hoffe, dass meine Suche nach einer neuen Herausforderung doch irgendwann erfolgreich sein wird.
Ich lebe ohne Partner, habe aber 2 Söhne, auf die ich sehr stolz bin. Einer von ihnen geht schon ein paar Jahre seinen eigenen Weg, den ich nur aus der Ferne „begleiten“ kann, der andere besucht das Gymnasium. Ich erlaube mir zu sagen, dass mich mit beiden ein sehr wohltuendes Band verbindet. Es ist schön, das Gefühl zu haben, als Mutter auch Freundin und Vertraute zu sein – was kann mir besseres durch meine Kinder zurückgegeben werden ...
Ich bin etwas ängstlich, nicht besonders selbstbewußt und kein ausgesprochen optimistischer Mensch – dazu habe ich zu viele negative und sehr schmerzhafte Erfahrungen in meinem Leben machen müssen. Manchmal drücken mich meine Depressionen, Ängste und Selbstzweifel sehr nieder, aber irgendwie habe ich es bisher immer geschafft, mich wieder aufzurappeln – auch durch die Hilfe und Unterstützung weniger aber dafür echter Freunde und meiner Familie. Das war und ist nicht leicht, aber ganz resigniert habe ich bisher noch nicht.
Meine Leidenschaft gehört Delfinen, mit denen ich 1998 in Israel tauchen durfte und die mich seitdem noch viel mehr beeindrucken, als das schon vorher der Fall war.
Ich gehe gern in's Kino, bowlen, schwimmen und bin ein Saunafreak. Getanzt habe ich auch immer sehr gern, aber dazu fehlen jetzt Gelegenheit und ein Partner. Das Meer, die Natur überhaupt ferne Länder faszinieren mich, aber leider bleibt es meistens bei den Träumen von Reisen dorthin.
Es gäbe noch mehr zu erzählen, aber meine Homepage bietet sicher auch Gelegenheit, das Eine oder Andere über mich zu erfahren. Viel Spaß also beim Lesen ...