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Rückkehr ins Paradies

Im November 2008 führte uns unsere Urlaubsreise ein zweites Mal nach Vilamendhoo, weil die Erfahrungen, die wir im Jahr davor dort gemacht hatten, keinen Zweifel daran ließen, dass wir noch einmal diesen Platz des Paradieses besuchen wollten (ich verweise hier auf unseren ersten Bericht aus 2007).
Ein wenig besser vorbereitet (z. B. hatten wir Sitzplätze im Flugzeug diesmal schon online gebucht – sehr empfehlenswert), ging unser Flug wieder von Berlin-Tegel nach Frankfurt/Main, wo wir dann allerdings länger auf den Abflug warten mussten, als der Plan es vorsah.

Der Nachtflug war für mich wieder ziemlich anstrengend, da ich bei solchen Gelegenheiten absolut nicht schlafen kann. Aber man hat ja ein tolles Ziel und das beruhigt die Nerven etwas, wenn man kurz davor ist, diese zu verlieren, wenn alles ringsherum schläft – Leidgenossen werden mich verstehen. :-)
Auf Male gelandet – nachdem wir einige Ehrenrunden in der Warteschleife drehen mussten – erwartete uns der gleiche reibungslose Ablauf wie im letzten Jahr. Die Busse standen bereit und ohne Wartezeit ging es zu den Wassertaxis. Auch dort war alles wieder bestens organisiert und der Weiterflug ließ nicht lange auf sich warten. Natürlich war alles nicht mehr ganz so spannend wie beim ersten Mal, aber die herrliche Wärme und Sonne zeigten schon die ersten Auswirkungen und Urlaubsfeeling stellte sich ein – trotz der Müdigkeit.

Auf Vila angekommen, beschäftigte mich eigentlich in erster Linie, ob mein Reservierungswunsch Beachtung gefunden hatte, denn wir wollten unbedingt wieder "unseren" Bungi haben und ich hatte von zu Hause aus dem Insel-Manager gemailt und um diese Reservierung gebeten. Der hektische Empfang durch unsere Betreuerin, die ganz schnell die Anmeldekarten ausgefüllt haben wollte und uns kaum Zeit ließ, das Erfrischungstuch und die Kokosmilch zu genießen, nervte mich zwar etwas (sorry, ich war wirklich SEHR müde), wurde aber dadurch gemildert, dass wir tatsächlich den gewünschten Bungalow bekamen. Schnell noch – und das sollte man wirklich sofort machen, weil sonst kein Platz mehr frei ist – in die Liste der Ausflüge auf die Robinsoninsel eingetragen (das hatten wir uns zu Hause schon vorgenommen, weil wir ja wussten, wie toll es dort ist – also: unbedingt empfehlenswert!) und ab zum Bungi!
Ich weiß nicht, wie schnell wir im Wasser waren, aber nach diesem ersten Bad im natürlich herrlich warmen und noch immer türkisblauen ;-) Meer fiel die Anspannung der Reise ab und wir waren angekommen in unserem Stück vom Paradies.

Leider währte die Freude diesmal nicht sehr lange ...
Es wird ja sehr zeitig dunkel und deshalb werden auch die Geräusche des Tages abends schnell weniger. Um so mehr hört man die nächtlichen – in unserem Bungi im Zwischendach ...
Mir läuft es jetzt noch kalt den Rücken 'runter, wenn ich daran denke, denn wie sich herausstellte, hatten wir Ratten im Dach. Und mal ehrlich – wer hier etwas von Malediven-Hörnchen schreibt und damit ein niedliches Tierchen assoziieren will, stößt bei mir auf völliges Unverständnis. Ich habe die Ratten auch am Tag gesehen – zur Beruhigung: nur ganz kurz und nur ein einziges Mal – aber es SIND Ratten und deshalb ein absolutes NO GO für mich!
Meine erste Nacht war also der reine Horror-Trip, denn die Geräusche der Tiere im Zwischendach waren laut und sehr speziell und für mich stand fest, dass wir den Bungalow wechseln müssen, wenn es ein schöner Urlaub werden soll – und das sollte es ja.
Die Mitarbeiter versuchten zunächst, mit Rattengift o. ä. die Plage zu beseitigen. Dazu gingen sie ins Zwischendach, indem sie den Ventilator über dem Bett abbauten,durch das Loch darunter ihr Gift auslegten und den Ventilator wieder anbauten. Erfolgreich war das nicht, denn auch in der zweiten Nacht waren sie da, die Ratten, und ich hatte den Eindruck, es war sogar schlimmer geworden. Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich nun wusste, dass unter dem Ventilator ein recht großes Loch war – na jedenfalls konnte ich auch in der zweiten Nacht nicht schlafen und wurde doch reichlich panisch bei all diesen Geräuschen. Am nächsten Tag hatte ich also die Nase voll von den Experimenten und wollte nun nur noch umziehen – und das ging zum Glück auch. Zwar lag unser neuer Bungalow Nr. 16 dann an der kleinen Mauer, aber was war dieses kleine Hindernis schon gegen schlaflose Nächte. Man sieht daran, wie sehr sich manche Dinge relativieren, denn im ersten Jahr wäre ich sicher enttäuscht gewesen, wenn ich diesen jetzt für uns zweiten Bungi bekommen hätte. So aber war der Urlaub nun gerettet und bis auf eine ganz kurze Ameiseninvasion (ich rede hier nicht von 10 oder 100 Ameisen :-))in der Dusche gab es auch keine unliebsamen Begegnungen mit tierischen Inselbewohnern mehr.
Jetzt endlich begann der Urlaub richtig!
Wir hatten diesmal den Ausflug zur Hauptstadt des Süd-Ari-Atolls gebucht, fanden aber im Nachhinein den im Jahr davor nach Dangheti interessanter. Dort bekam man meiner Meinung nach einen größeren Einblick in das Leben der Inselbewohner.
Die Robinsoninsel war natürlich wieder einmalig schön und diesmal war uns auch ein ganzer Tag vergönnt, denn das Wetter war an allen Tagen ungetrübt und paradiesisch schön.

Mein Begleiter hatte dieses Mal das Glück, bei der Ausfahrt zum Walhai-Schnocheln auch tatsächlich einem Walhai zu begegnen, was für jeden Taucher ein absolutes Highlight ist. Auch Mantas waren anzutreffen und das Wracktauchen komplettierte seine wieder tollen Taucherlebnisse, die wir in diesem Jahr mit schönen Unterwasserfotos festhalten konnten. Von der Tauchschule ist auch diemal nur Gutes zu berichten. Preis-Leistung stimmen hier total, die Crew ist professionell und sehr engagiert – also wirklich empfehlenswert.
Beim Schnorcheln genossen wir wieder die Vielfalt der Arten und Farben und fanden auch am Hausriff wieder Riesenschildkröte und Muränen. Kleine Babyhaie gehören schon zum Alltag und kommen bis in die ganz flachen Strandbereiche. Überhaupt ist das Hausriff von Vila wirklich toll und lässt keinen Wunsch offen.

Das Essen war – wie im letzten Jahr – vielfältig und ausreichend. Die Auswahl an Fleisch- und Fischgerichten und Beilagen ist ausreichend groß, zusätzlich gibt es auch noch ein Salatbufett. Und die Nachspeisen, die absolut lecker sind, ließen sowieso jeden Tag den Traum von der perfekten Strandfigur ein wenig mehr dahinschmelzen :-). Zu unserer Überraschung war unser Kellner der gleiche wie im letzten Jahr. Ob auch er uns wirklich erkannte, wage ich zu bezweifeln (auch wenn er es sagte), aber was zählte war seine Aufmerksamkeit und Freundlichkeit. Er wusste, welche Getränke wir bevorzugten und so stand morgens schon alles bereit, kaum dass wir den Speiseraum betreten hatten.
Wir hatten wieder All Inclusive gebucht und konnten deshalb reichlich die tollen Säfte genießen. Auch wenn sich manche beschweren, dass sie nicht frisch gepresst sind – ich finde sie trotzdem absolut lecker.
Eine sehr nette Überraschung war eine abendliche Einladung des Front-Managers für "Wiederholungstäter", also für Urlauber, die wiederholt auf Vila waren – und es waren mehr, als ich vermutete. An diesem Abend gab es leckeren Cocktail und ein Bufett in der Sunsetbar, das Essen konnte man dann an romantisch gedeckten Tischen am Strand einnehmen. Das war wirklich eine schöne Idee und wir wünschen allen Urlaubern, die wiederholt nach Vila reisen, dass sie auch in den Genuss eines solchen Abends kommen.

Unbedingt erwähnen muss ich noch das neue Spa auf Vila. Dort bekommt jeder neue Gast für 10 Minuten eine Willkommensmassage kostenlos, die man unbedingt nutzen sollte, auch wenn man dafür den Termin nicht ganz so frei wählen kann(das geht nur für die zusätzlich gebuchten Massagen). Ich erlebte ein neu angereistes Paar, das nach seiner Ankunft sofort und gleich und aber tempo diese Massage in Anspruch nehmen wollte, von den indonesischen Frauen aber sehr, sehr freundlich gebeten wurde, eine Stunde später noch einmal zu kommen, weil alle schon beschäftigt waren. Das wollten die beiden so gar nicht verstehen und zogen erbost und laut vor sich hin schimpfend von dannen – das muss wirklich nicht sein. Die Frauen im Spa sind absolut klasse und tun alles, um jede Massage zu einem wirklichen Erlebnis werden zu lassen. Wir haben zwei bzw. drei davon wirklich genießen können und empfehlen sie jedem Urlauber. Auch wenn die Preise nicht ganz niedrig sind – man bekommt mehr dafür, als man es von zu Hause gewöhnt ist ... und ganz anders ... unbeschreiblich wohltuend ...

Nach 9 Tagen war auch dieser Urlaub leider zu Ende und wir mussten die Heimreise antreten.
Zu unserer großen Überraschung waren in der großen Condor-Maschine nur ganze 50 (fünfzig!) Plätze gebucht und so war der Rückflug sehr entspannt.

Unser Fazit ist, dass auch dieser Urlaub auf Vilamendhoo trotz der Startschwierigkeiten nicht unser letzter auf den Malediven war. Nach unseren Erfahrungen sind alle Probleme lösbar und man ist bemüht, den Besuchern die Zeit des Aufenthaltes so angenehm wie möglich zu gestalten.
Den nächsten Urlaub werden wir aber trotzdem mal auf einer anderen Insel verbringen, um neue Eindrücke zu sammeln.

11 Fotos von den Malediven (2008)

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33 weitere Fotos gibt es beim Reisebericht aus 2007.

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